Mittwoch, 15. August 2012

Am Anfang nichts, am Ende Turm!


So lautete die Ansage für heute. Ob wir es geschafft haben? Na ja, es ließ sich früh morgens schon mal ganz gut an. Super Wetter, keine Wolke am Himmel und jede Menge Sonne. Die Böcke mit den vorlackierten Bohlen standen immer noch draußen (in der Garage war für das Geraffel ja kein Platz mehr) und über Nacht hatte sich auch so gut wie kein Tau gebildet. Ideale Bedingungen für den Restanstrich - zumindest für die Verbindungsteile. Vaddern kümmerte sich farbpinselschwingend genau darum, ich hätte gern vorerst darauf verzichtet, da ich wusste, wie langsam die Farbe trocknet und dass man beim Zusammenbau den ganzen Siff dann an den Fingern hat. Aber schlussendlich hielt es sich damit dann doch in Grenzen, wie sich zeigen sollte.

Da wir später noch Fundament machen wollten, kümmerten wir uns vor dem Zusammenbau des Turms noch um meinen schon vor ein einigen Wochen erstandenen Betonmischer bei OBI zum Schnapperpreis (genau, gab's bei Stanze nicht). Genau dieser Eindruck überkam uns auch beim Auspacken. Ob die Kiste funktioniert? Fragezeichen auf der Stirn gemeinsam mit den Vorurteilen zu günstigen Maschinen  weggewischt und Aufbauanleitung gesucht. Jene war sowas von dämlich zwischen die beiden Hälften der Mischtrommel gequetscht, dass sie beim Herausfummeln in drei Teile zerriss. Na toll. Zunächst blätterten wir (im größten übriggebliebenen Stück) zur deutschen Betriebsanleitung (die hinter so ziemlich allen anderen Sprachen am Ende auftauchte), die uns aber auch keine neuen Erkenntnisse lieferte. Also zurück zu den ersten Seiten und der bebilderten Aufbauanleitung - mehr braucht der einigermaßen Technikversierte ohnehin nicht zu lesen. Es dauerte etwas, bis alle drei Fetzensegmente die gleichen Bilder zeigten und dann konnte es losgehen. Qualitativ ist die Maschine zwar einfach, aber wenn sie Ihren Dienst verrichtet, will ich gar nicht meckern. Allerdings brauchte man hier auch Hilfswerkzeuge zur Montage, von denen in der Stückliste natürlich nix zu finden war. So z. B. der Spannstift, der das Antriebsritzel der Trommel mit der Welle des Elektromotors verbindet. Diesen Kerl konnte ich nur mit Hilfe von zwei Hämmern in die Bohrung im Ritzel eintreiben. Aber man ist ja erfinderisch. Am Ende lief die Kiste so wie geplant. Sauber - erste Hürde genommen. So weit, so gut.


Es folgte der Zusammenbau des Turms. Wir nahmen Maße, richteten penibel aus, bohrten und schraubten in der Mittagshitze, bis dann alle Elemente zusammengebaut waren und das ganze Ding auf den Böcken lag, um die Bewehrungseisen für den Einbau in die Bodenfundamente zu erhalten. Seitlicher Blick und....... wieso sind denn die Verbindungselemente so derart schief? Nachgemessen, 150cm passt, 80cm passt und das an allen vier Eckbalken. Was ist denn hier los?! Es zeigte sich, dass zwar alles passig war, aber in der Hitze des Gefechts hatten wir die Parallelogrammform nicht ausreichend zum Rechteck korrigiert, bevor die Knotenhölzer angebracht wurden, die die Lage fixieren (fehlende Rechtwinkligkeit). Wir stellten fest, dass zwei Seiten für das windschiefe Design verantwortlich waren. Also wieder lösen, neu fixieren, bohren und wieder anschrauben. Gut eine Dreivuiertelstunde hat die Nacharbeit gekostet, allerdings war dann wirklich alles zu usnerer Zufriedenheit ausgefallen.


Nun ging es ans Ausheben der Löcher. Aufgrund der Bodenbeschaffenheit sind es Fundamente mit 35x35x50 geworden, wobei wir uns auch mal mit 45cm Tiefe begnügten. Genau das war die Höhe des aufgeschütteten Grundstücks und darunter fand sich der festgefahrene Boden unserer Bautätigkeiten von 2010. Da hätte wohl nur T.N.T. weiteren nennenswerten Fortschritt in der Tiefe gebracht. Aber 45cm sollten uns reichen. Nun konnte unsere neue Errungenschaft ran und zeigen was sie kann. Der Mischer hat seine Aufgabe wirklich sehr gut gemacht. Er rührte den Beton sauber bis zu einer ordentlich zu verarbeitenden Konsistenz. Mit dem Ding bestreiten wir unsere Bordsetzerei im Handumdrehen. Bevor der Beton reinkam, haben wir mit Leisten und Keilen den Turm fleissig ausgerichtet und über Querhölzer abgespannt, damit nichts kippen kann. Dann rein mit dem Beton in die Löcher, glattgestrichen und Feierabend.








Somit ist also das Soll für diesen Tag wie geplant erfüllt. Und zwar so, wie wir uns das vorgestellt haben. Morgen soll es dann mit der Schaukelseite der Anlage weitergehen.

So stay tuned......

Gruß Olli

Dienstag, 14. August 2012

Unter die Anstreicher gegangen


Heute bin ich unter die Anstreicher gegangen. Was angestrichen wurde, fragt ihr? Kommt gleich - alles der Reihe nach. Bevor ich aber nach Herzenslust losstreichen konnte, musste geschliffen werden. Genau, heute habe ich die ersten Teile für Niklas neuen Spielturm vorbereitet. Mit dem Turm wird als Erstes begonnen, der wird - rudimentär vormontiert - in ein quadratischen Fundament mit 90cm Kantenlänge gesetzt. Bevor die Balken aber zusammengezimmert werden (das steht morgen an), wollte ich vorab wenigstens einmal mit dem Pinsel drübergehen.

Es handelt sich um einen Winnetoo-Turm mit Schaukel, aber qualitativ habe ich doch noch etwas anderes erwartet, zumal der Preis kein allzu großer Schnapper ist. Balken teilweise krumm, abgesplittert, ausgebrochen und alle Oberflächen rauh wie der frisch mit Splitt vollgeballerte Asphalt einer niedersächsischen Landstraße - na danke! Das kan so nicht bleiben. Zumal an jeder Ecke und Kante die grünen Ausblühungen der Kesseldruckimprägnierung hervortreten. Gehe ich überall mal ein bisschen mit dem Schleifbrett drüber, dachte ich mir. Gesagt, getan: Böcke raus, die vier Säulen des Turms draufgelegt und aufgereiht. Auf's zweite Paar Böcke den ersten Balken und locker fluffig drauf los geschliffen. Nachdem ein Balken fertig war, dachte ich mir so, dass das doch recht anstregend war, zumal hier und da etwas mehr abgenommen werden konnte und auch musste. Und Astlöcher schleifen ist ja bekanntlich ein besonderes Vergnügen. Anne war natürlich nicht begeistert von der Idee, die mich zwangsläufig überkam ("Was, schon wieder ein Elektrowerkzeug kaufen?!"), aber wat mutt, dat mutt.

Ich klemmte mich ins Auto und fuhr zu Stanze hier in Peine. Ein Laden für professionellen Werkstattbedarf - handwerkstaugliche Qualität zu guten Preisen ("Grüne Bosch-Werkzeuge? Haben wir hier nicht - hier gibt's nur die Blauen!" ;-P). Schon eine andere Hausnummer als der OBI - halt ein Shoppingparadies für uns Männer. Zurück kam ich mit einem nagelneuen Metabo-Schwingschleifer und nem ordentlichen Grinsen im Gesicht. Dementsprechend ging es dann auch weiter. Die kleine grüne Metabo flog über sämtliche Balken und Leisten und machte sie sensationell glatt. So hätte ich mir das bereits ab Werk gewünscht!



Gegen späten Nachmittag konnte dann endlich die Farbe zum Einsatz kommern, die wir morgens gemeinsam bei Brandes ausgesucht und gekauft hatten. Eine Holzlasur von Osmo im Farbton Teak. Relativ hell, denn dunkel überstreichen können wir immernoch, wurde uns gesagt. Das stimmt wohl. Mit meiner Conni-Reimann-Dunstkiepe (die Sonne knallte ordentlich runter...) und Pinsel in der Hand brachte ich die ersten Striche auf und dachte erst "Die Farbe sieht ja schon etwas aus wie Sch.......", weil sie doch etwas dunkler rüberkam als auf dem Teststück bei Brandes. Aber mit großflächigerem Auftrag sah sie dann irgendwann echt gut aus.


Ich habe nun erst mal all die Teile mit Farbe versehen, die morgen auch ins Fundament kommen. Somit gibt es morgen sozusagen wieder ein Richtfest. Letzte Amtshandlung für heute: Einmessen des Fundaments. Anne und ich liefen noch einmal mit Spühdose und Bandmaß herum und haben alles ausgemessen. Die vier Punkte für das Fundament sind markiert und morgen geht es ans Ausschachten, Zusammenbauen, Aufstellen und Einbetonieren. So stay tuned for Richtfest, part two.

Gruß Olli

Mittwoch, 8. August 2012

Wenn wir Bauern wären, ...

... dann wären wir wohl sowas von dumm, dümmer geht es schon nicht mehr. Zumindest dem Sprichwort nach zu urteilen. Denn heute haben wir mal unsere ersten Kartoffeln ausgegraben und nicht schlecht gestaunt. War ich noch vor ein paar Wochen nicht sicher, ob aus den Kartoffeln überhaupt was wird, so habe ich heute überrascht aus der Wäsche geschaut, als dort Knollen von der Größe von Mangos aus der Erde auftauchten. Auch Eltern staunten nicht schlecht.


Also haben wir flugs mal einen 10 Liter-Eimer vollgemacht und lecker Röstis gebacken. Lachs und Apfelmus gab's natürlich auch dazu und eigene Kartoffeln schmecken doch noch am Besten, das können wir nun bestätigen.

Ab nächster Woche haben wir einen Monat frei, reichlich Zeit zum Arbeiten und zum Kartoffeln genießen - in welcher Form auch immer ;-).

Stay tuned......

Gruß Olli

Dienstag, 7. August 2012

Spielturmpuzzle

Lange haben wir nichts von uns hören lassen, ja. So viel gab's auch nicht zu berichten aber jetzt steht die Elternzeit vor der Tür und heute haben wir etwas Arbeit dafür in Form von Einzelteilen erhalten: den Spielturm von Niklas. Lange haben wir hin und her überlegt und am Ende ist es nun ein Modell von Winnetoo geworden und zwar so konfiguriert, wie wir es haben wollen. Turm mit Rutsche und Klettersteg, dazu ein langer Schaukelbalken mit Überstand, um dort noch einen bequemen Hängesessel zum Lümmeln und Lesen aufhängen zu können. Bislang ist es nur ein Haufen von Einzelteilen, bald geht's aber an den Aufbau.


Wir sind sehr gespannt, wie es nachher aussieht und wie es unserem kleinen Mann so gefällt. Wir werden berichten.

Stay tuned......

Gruß Olli

Freitag, 18. Mai 2012

Vor drei Wochen....

... kamen die Kartoffeln im Nordbeet in die Erde, heute haben wir sie angehäuft. Die Pflänzchen sind gut gekommen, allerdings fehlt in der hinteren Reihe ein guter halber Meter. Hier waren wohl wieder mal ein paar Buddelflinks am Werke und haben die Knollen abgefressen. Ein paar Gänge habe ich gefunden und zwar ohne Haufen, es sieht also nach Erdratten und nicht nach Maulwürfen aus.


Wollen wir einfach mal hoffen, dass die restlichen Pflanzen gut angehen und dass die Ausbeute sich am Ende lohnt. Bislang sieht's ganz gut aus.

So stay tuned.....

Gruß Olli

Freitag, 4. Mai 2012

Zaun vollendet

Lange haben wir darauf gewartet, nun ist es vollbracht. Der Zaun ist fertig. Nachdem die Jungs heute an der Nordwestecke weitergemacht haben, sind sie heute Nachmittag mit Abschluss der Nordostecke fertig geworden. Alles so wie geplant.

Die Nordwestecke haben wir ebenfalls, wie an den anderen Ecken, miteinander verschweißt, neu verzinkt und wieder lackiert. Bis zum Anfang der Garage war es quasi "business as usual", denn bis hier verliefen die Borde eben auf einer Höhe so wie auf dem Rest des Grundstücks. Die Jungs von Kluge haben damals ja die Einfahrt gemacht und gleich die Einfassung mitgebaut. Seinerzeit hatte ich mir noch keine detaillierten Gedanken dazu gemacht, wie denn der Zaun dazu passen könnte und daher wurde die Strecke zwischen Garage und Straße als abfallender Keil angelegt.


Für den Zaun hieß das heute zwangsläufig, die Matten in gestufter Formation einzubauen, anders als auf der restlichen Strecke. Dort haben wir auf eine umlaufende Kante auf einer Höhe geachtet. Jetzt wo es fertig ist, sieht es aber auch gestuft ganz gut aus, wenngleich wir froh sind, dass wir auf unserer Südseite (wo wir uns ja die meiste Zeit aufhalten) eine umlaufende Zaunkante haben.


Jetzt können wir alle weiteren Projekte angehen. Was noch kommen soll, fragt ihr? Na ja, ich will ja nicht alles verraten. aber an der Terrasse wird sich noch etwas tun und für unseren Nachwuchs gibt's auch noch was aufzubauen, womit er sich die Zeit vertreiben kann.

So stay tuned......

Gruß Olli

Donnerstag, 3. Mai 2012

Halb eingerahmt

Ich war ja etwas skeptisch im Vorfeld, ob das am Ende alles so aussieht, wie wir uns das vorgestellt haben. Jetzt kann ich sagen: ja, das tut es! Die Farbe RAL7016 anstelle der verzinkten Matten zu nehmen war goldrichtig und auch das neue "Gefühl", eingerahmt zu sein, ist gut. Man fühlt sich doch noch mal wesentlich heimeliger.

Aber fangen wir vor an. Heute früh um kurz nach Acht waren unsere Metallbauer da. Kurz abgesprochen, wo und wie gestartet wird und dann ging es auch schon los mit dem Meter machen. Die ersten Matten fanden auf der Nordostecke Ihren Platz, hier läuft bis zur Südostflanke und weiter auf der Südseite bis zur Laterne die gleiche Bordhöhe. Bedeutet, dass hier die Matten in der Höhe nicht geschnitten werden mussten, daher ging es auch relativ fix. Etwas Zeit kosteten lediglich die beiden Anschlüssen der schrägen Flanke an der Südostecke.


Auf der Südseite wurde alles zurechtgeschnitten und mit Schraubzwingen fixiert, anschließend dann angebohrt. Auch eine spannende Lösung, von der ich nicht dachte, dass es überhaupt funktioniert. Denn es werden keine Dübel mehr benutzt, es wird nur noch ein Sackloch in den Beton reingebügelt und im Anschluss werden mit einem Elektroschrauber die nSchrauben mit Hartmetallgewinde einfach stumpf dort reingeschraubt. Funktioniert und hält.


Morgen kommt noch die Nordseite dran, die Westseite ist ja heute komplett fertig eworden. Eine ordentliche Leistung. Am Ende des Tages soll dann alles fertig sein. Alles, außer dem Tor, denn hier haben wir die Matten so aufgestellt, dass der Torausschnitt mit einem vernünftigen Mattenmaß passig hergestellt werden kann. Das Tor kommt später, die Torpfosten nehmen die Matten später auf. Daher haben wir die Matten dort erst mal mit Kanthölzern fixiert.


Auch die Insektenschutztür hat heute nun Ihren Platz einnehmen dürfen. Nach schlussendlich gefühlt unendlich vielen Lackierdurchgängen, Zurechtschneiden der Tür und elender Fummelei mit den Leisten am Türsturz war heute auch der Zeitpunkt gekommen, die Tür einzubauen. Das Netz haben wir gut reingeklemmt bekommen und auch das Anbringen am Hilfsrahmen hat geklappt.


Allerdings zeigt sich hier doch ein Nachteil des Holzhauses, denn die Befestigung der Rahmenkonstruktion im Sturz war kaum vernüftig möglich. Die Unterkonstruktion dort besteht nur aus der Putzträgerplatte, die nicht ausreichend hält, da sie nur aus gepressten Fasern besteht. Daher sind unsere französischen Balkone auch unter 45° zwischen Sturz und Fenster mit langen Schrauben mit dem innenliegenden Holztragwerk verbunden. Ich werde die Leisten wohl noch einmal neu bauen müssen und eine ähnliche Konstruktion wählen, denn wenn die Tür einem aufgrund von starkem Wind aus der Hand gerissen wird, fliegt die samt Leisten wieder aus der Wand. Es muss ja noch Raum für Verbesserungen bleiben. Für's Erste reicht es aber mal hinne. Morgen geht's weiter.

Stay tuned......

Gruß Olli