Freitag, 17. August 2012

Der Schleifer!

Wär das nicht mal ein Titel für einen Horrorschocker? Seht euch vor, denn der SCHLEIFER geht um! Zumindest zum Drehbuch könnte ich seit heute einige Zeilen beisteuern. Meine grüne Metabo glühte manchmal schon fast in der sengenden Nachmittagssonne und bekam doch nur kurze Verschnaufpausen. Genau, das Wetter meinte es heute wieder richtig gut mit uns, morgen soll es noch heißer werden (über 30°C - heute waren wir knapp davor).

Nach dem frühmorgendlichen Brötchen holen (Kunststoffbürstenaufsatz für Bohrmaschine und einen mobilen Sonnenschirm von OBI sowie zwei Kästen Härke, die bei Hol ab! im Angebot waren inklusive) ging es dann am späten Vormittag los. Ein paar Kanthölzer waren dran und dann kamen die fein genuteten Bodenbretter des Turms. Hier konnte meine Kunststoffbürste von OBI ihr Potenzial voll ausspielen und es funktionierte tatsächlich wie geplant. Ich hatte zunächst Bedenken, dass die harten Borsten die Nuten wegfräsen könnten, aber nix da. Das Holz präsentierte sich härter als befürchtet. Sauber putzte die Bürste die losen Holzspäne raus. Im Gegenteil, nicht das Holz, sondern die Bürstenlänge nahm stetig ab.


Ich nutzte den neu erstandenen Sonnenschirm und konnte schön im Schatten arbeiten. Irgendwann jedoch kam stärkerer Wind auf und das gekippte Ding kippte dann richtig und zwar um. Der harte Boden tat sein Übriges und so kam der Gummihammer sanft zur Verstärkung, um die Verlängerung in den Boden zu treiben. Und was passierte? Genau, die Kunststoffaufnahme am oberen Ende rutsche tiefer auf das Rohr und weitete sich auf, so dass man den Schirm nicht mehr einstecken und arretieren konnte. "Mann, wird einem denn heute nur noch Mist angedreht?!" kommentierte ich die Situation. Wenn man einen Schirm entwirft, sollte die untere Verlängerung doch auch tauglich sein, gegen leichte Hammerschläge in den Boden getrieben zu werden, wenn von Hand nichts mehr weitergeht. Schließlich habe ich ja nicht mit einem schweren Vorschlaghammer darauf rumgebokt. Also wieder ab zu OBI und das Ding wurde mir doch tatsächlich umgetauscht! Da war ich wiederum etwas besänftigt und bevor ich wieder zu Haus angekommen die Verlängerung erneut in den Boden einschlug, nahm ich die Kunststoffaufnahme ab.

Weiter ging es mit der Schleiferei der Seitenbretter der Turmverkleidung. Gefühlte 300 Bretter (wird denn der Haufen gar nicht kleiner?!) später waren noch drei kleine Kanthölzer übrig und kurze Zeit später war ich schließlich fertig - auch mit der Kraft. So ein Schwingschleifer den ganzen Tag ist schon eine Hausnummer für Hände, Gelenke und Arme.



Aber ich bin durch und kann mich jetzt morgen auf die Farbe konzentrieren. Mehr wird wohl nicht gehen, da die Farbe wenigstens einen Tag zum Abtrocknen braucht. Aber es gibt ja noch mehr zu tun - kommende Woche sollen auch unsere neue Gabionen kommen und die Steine müssen da raus. 7 Tonnen sind da zu wuchten. Hälfte raus und danach wieder rein. Es soll ja nicht langweilig werden.

So stay tuned.....

Gruß Olli

Donnerstag, 16. August 2012

Rohbau geschafft....

... würde man bei einem gemauerten Haus jetzt sagen können. Nachdem gestern der Turm mit seinen Armierungseisen bereits in den Fundamenten verschwunden war, kam heute das sogenannte "A-Seitenteil" dran. So heißt es zumindest bei Winnetoo. Es bildet den seitlichen Abschluss und lagert den Schaukelbalken - damit sind szusagen die Außenmaße fest. Den Schaukelbalken haben wir nicht als Original gekauft, da es ihn in der von uns gewünschten Länge nicht gab. Bei maximal 2,80m ist Feierabend. Alles darüber hinaus ragende Element muss separat gekauft und auch noch einmal extra abgestützt werden. Das haben wir uns erspart. Unser später am überstehenden Ende frei hängender Amazonas Faulenzersessel wird am hier 4m langen Balken (aus dem lagerhaltigen Sortiment von Steib, wo wir auch den Turm gekauft haben) befestigt und sollte auch halten. Schließlich habe ich unseren ehemaligen Architekten Herrn Herbsleb vom Bärchen hier noch einmal rechnen lassen - alles in Butter (15mm max. Durchbiegung sollten klargehen, meinte er). Falls er unrecht hat, werden wir es merken, wenn wir unsanft zu Boden gefallen sind ;-).


Leider hatte sich das tolle Wetter von gestern in der Nacht verzogen und es schüttete mehrfach mal mehr oder weniger stark. Eine Unwetterfront sagte das Wetterradar und man konnte verfolgen, wie sich diese langsam gen Osten verzog. Gegen Mittag hörte der Regen auf, um halb drei schien die Sonne wieder zwischen dicken weißen Wolken hindurch und es wurde noch ein echt schöner Tag. Unser A-Seitenteil hatten wir vormittags in der Garage zusammenschraubt (und vorher geschliffen - was für eine Sauerei!) und nun ging es raus ans Ausmessen und Einpassen. Vom Hauptturm zogen wir mit einer Maurerschnur die Mitte weiter bis zum Auflagerpunkt bei 2,80m. Dann 102,5cm zu beiden Seiten (Seitenteilbreite Armierungseisen 205cm) und Fundamente ausgehoben. Vorher noch mal geprüft, ob das Stichmaß auch hinkommt. Hier war wirklich Teamarbeit gefragt, denn mit vier Leuten spannten wir Schnüre und positionierten das Seitenteil.


Die Fundamentbokerei war wieder eine Plackerei sondergleichen. Millimeter für Millimeter mit dem Spaten rauskloppen, bis dann endlich 45 bis 50cm Tiefe erreicht waren. Als Unterstützung hatte ich mir noch einen Stahlnagel mit dem Trennschleifer angespitzt, um den Boden zu lockern. Für unsere Borde sollten wir maschinelle Unterstützung in Erwägung ziehen, immerhin sind das dann gut 85m in knapp 40cm Tiefe. Als die Löcher ausgehoben waren, haben wir erneut gemeinsam das Seitenteil mit dem langen Schaukelbalken verbunden. Zunächst den Schaukelbalkenhalter am Turm befestigt, dann Balken in die Aufnahme geheftet, am Seitenteil aufgelegt und ausgerichtet. Das Seitenteil stand vorher schon in altbekannter Weise auf den Stützen, die wir auch beim Turm genutzt hatten. Dann Schaukelbalken mit Seitenteil verbunden und Stützwinkel angebracht.


Wie gestern bereits mischten wir wieder den Beton an (Mann, macht das einen Spaß mit der Maschine...) und verfüllten die beiden Fundamente. Den Abend nutzte ich noch mit diversen Streicharbeiten, nun ist fast überall der erste Anstrich perfekt. Morgen geht es dann mit der Vorbereitung der restlichen Hölzer für das Streichen und Verbauen weiter.

So stay tuned für Innenausbau.

Gruß Olli

Mittwoch, 15. August 2012

Am Anfang nichts, am Ende Turm!


So lautete die Ansage für heute. Ob wir es geschafft haben? Na ja, es ließ sich früh morgens schon mal ganz gut an. Super Wetter, keine Wolke am Himmel und jede Menge Sonne. Die Böcke mit den vorlackierten Bohlen standen immer noch draußen (in der Garage war für das Geraffel ja kein Platz mehr) und über Nacht hatte sich auch so gut wie kein Tau gebildet. Ideale Bedingungen für den Restanstrich - zumindest für die Verbindungsteile. Vaddern kümmerte sich farbpinselschwingend genau darum, ich hätte gern vorerst darauf verzichtet, da ich wusste, wie langsam die Farbe trocknet und dass man beim Zusammenbau den ganzen Siff dann an den Fingern hat. Aber schlussendlich hielt es sich damit dann doch in Grenzen, wie sich zeigen sollte.

Da wir später noch Fundament machen wollten, kümmerten wir uns vor dem Zusammenbau des Turms noch um meinen schon vor ein einigen Wochen erstandenen Betonmischer bei OBI zum Schnapperpreis (genau, gab's bei Stanze nicht). Genau dieser Eindruck überkam uns auch beim Auspacken. Ob die Kiste funktioniert? Fragezeichen auf der Stirn gemeinsam mit den Vorurteilen zu günstigen Maschinen  weggewischt und Aufbauanleitung gesucht. Jene war sowas von dämlich zwischen die beiden Hälften der Mischtrommel gequetscht, dass sie beim Herausfummeln in drei Teile zerriss. Na toll. Zunächst blätterten wir (im größten übriggebliebenen Stück) zur deutschen Betriebsanleitung (die hinter so ziemlich allen anderen Sprachen am Ende auftauchte), die uns aber auch keine neuen Erkenntnisse lieferte. Also zurück zu den ersten Seiten und der bebilderten Aufbauanleitung - mehr braucht der einigermaßen Technikversierte ohnehin nicht zu lesen. Es dauerte etwas, bis alle drei Fetzensegmente die gleichen Bilder zeigten und dann konnte es losgehen. Qualitativ ist die Maschine zwar einfach, aber wenn sie Ihren Dienst verrichtet, will ich gar nicht meckern. Allerdings brauchte man hier auch Hilfswerkzeuge zur Montage, von denen in der Stückliste natürlich nix zu finden war. So z. B. der Spannstift, der das Antriebsritzel der Trommel mit der Welle des Elektromotors verbindet. Diesen Kerl konnte ich nur mit Hilfe von zwei Hämmern in die Bohrung im Ritzel eintreiben. Aber man ist ja erfinderisch. Am Ende lief die Kiste so wie geplant. Sauber - erste Hürde genommen. So weit, so gut.


Es folgte der Zusammenbau des Turms. Wir nahmen Maße, richteten penibel aus, bohrten und schraubten in der Mittagshitze, bis dann alle Elemente zusammengebaut waren und das ganze Ding auf den Böcken lag, um die Bewehrungseisen für den Einbau in die Bodenfundamente zu erhalten. Seitlicher Blick und....... wieso sind denn die Verbindungselemente so derart schief? Nachgemessen, 150cm passt, 80cm passt und das an allen vier Eckbalken. Was ist denn hier los?! Es zeigte sich, dass zwar alles passig war, aber in der Hitze des Gefechts hatten wir die Parallelogrammform nicht ausreichend zum Rechteck korrigiert, bevor die Knotenhölzer angebracht wurden, die die Lage fixieren (fehlende Rechtwinkligkeit). Wir stellten fest, dass zwei Seiten für das windschiefe Design verantwortlich waren. Also wieder lösen, neu fixieren, bohren und wieder anschrauben. Gut eine Dreivuiertelstunde hat die Nacharbeit gekostet, allerdings war dann wirklich alles zu usnerer Zufriedenheit ausgefallen.


Nun ging es ans Ausheben der Löcher. Aufgrund der Bodenbeschaffenheit sind es Fundamente mit 35x35x50 geworden, wobei wir uns auch mal mit 45cm Tiefe begnügten. Genau das war die Höhe des aufgeschütteten Grundstücks und darunter fand sich der festgefahrene Boden unserer Bautätigkeiten von 2010. Da hätte wohl nur T.N.T. weiteren nennenswerten Fortschritt in der Tiefe gebracht. Aber 45cm sollten uns reichen. Nun konnte unsere neue Errungenschaft ran und zeigen was sie kann. Der Mischer hat seine Aufgabe wirklich sehr gut gemacht. Er rührte den Beton sauber bis zu einer ordentlich zu verarbeitenden Konsistenz. Mit dem Ding bestreiten wir unsere Bordsetzerei im Handumdrehen. Bevor der Beton reinkam, haben wir mit Leisten und Keilen den Turm fleissig ausgerichtet und über Querhölzer abgespannt, damit nichts kippen kann. Dann rein mit dem Beton in die Löcher, glattgestrichen und Feierabend.








Somit ist also das Soll für diesen Tag wie geplant erfüllt. Und zwar so, wie wir uns das vorgestellt haben. Morgen soll es dann mit der Schaukelseite der Anlage weitergehen.

So stay tuned......

Gruß Olli

Dienstag, 14. August 2012

Unter die Anstreicher gegangen


Heute bin ich unter die Anstreicher gegangen. Was angestrichen wurde, fragt ihr? Kommt gleich - alles der Reihe nach. Bevor ich aber nach Herzenslust losstreichen konnte, musste geschliffen werden. Genau, heute habe ich die ersten Teile für Niklas neuen Spielturm vorbereitet. Mit dem Turm wird als Erstes begonnen, der wird - rudimentär vormontiert - in ein quadratischen Fundament mit 90cm Kantenlänge gesetzt. Bevor die Balken aber zusammengezimmert werden (das steht morgen an), wollte ich vorab wenigstens einmal mit dem Pinsel drübergehen.

Es handelt sich um einen Winnetoo-Turm mit Schaukel, aber qualitativ habe ich doch noch etwas anderes erwartet, zumal der Preis kein allzu großer Schnapper ist. Balken teilweise krumm, abgesplittert, ausgebrochen und alle Oberflächen rauh wie der frisch mit Splitt vollgeballerte Asphalt einer niedersächsischen Landstraße - na danke! Das kan so nicht bleiben. Zumal an jeder Ecke und Kante die grünen Ausblühungen der Kesseldruckimprägnierung hervortreten. Gehe ich überall mal ein bisschen mit dem Schleifbrett drüber, dachte ich mir. Gesagt, getan: Böcke raus, die vier Säulen des Turms draufgelegt und aufgereiht. Auf's zweite Paar Böcke den ersten Balken und locker fluffig drauf los geschliffen. Nachdem ein Balken fertig war, dachte ich mir so, dass das doch recht anstregend war, zumal hier und da etwas mehr abgenommen werden konnte und auch musste. Und Astlöcher schleifen ist ja bekanntlich ein besonderes Vergnügen. Anne war natürlich nicht begeistert von der Idee, die mich zwangsläufig überkam ("Was, schon wieder ein Elektrowerkzeug kaufen?!"), aber wat mutt, dat mutt.

Ich klemmte mich ins Auto und fuhr zu Stanze hier in Peine. Ein Laden für professionellen Werkstattbedarf - handwerkstaugliche Qualität zu guten Preisen ("Grüne Bosch-Werkzeuge? Haben wir hier nicht - hier gibt's nur die Blauen!" ;-P). Schon eine andere Hausnummer als der OBI - halt ein Shoppingparadies für uns Männer. Zurück kam ich mit einem nagelneuen Metabo-Schwingschleifer und nem ordentlichen Grinsen im Gesicht. Dementsprechend ging es dann auch weiter. Die kleine grüne Metabo flog über sämtliche Balken und Leisten und machte sie sensationell glatt. So hätte ich mir das bereits ab Werk gewünscht!



Gegen späten Nachmittag konnte dann endlich die Farbe zum Einsatz kommern, die wir morgens gemeinsam bei Brandes ausgesucht und gekauft hatten. Eine Holzlasur von Osmo im Farbton Teak. Relativ hell, denn dunkel überstreichen können wir immernoch, wurde uns gesagt. Das stimmt wohl. Mit meiner Conni-Reimann-Dunstkiepe (die Sonne knallte ordentlich runter...) und Pinsel in der Hand brachte ich die ersten Striche auf und dachte erst "Die Farbe sieht ja schon etwas aus wie Sch.......", weil sie doch etwas dunkler rüberkam als auf dem Teststück bei Brandes. Aber mit großflächigerem Auftrag sah sie dann irgendwann echt gut aus.


Ich habe nun erst mal all die Teile mit Farbe versehen, die morgen auch ins Fundament kommen. Somit gibt es morgen sozusagen wieder ein Richtfest. Letzte Amtshandlung für heute: Einmessen des Fundaments. Anne und ich liefen noch einmal mit Spühdose und Bandmaß herum und haben alles ausgemessen. Die vier Punkte für das Fundament sind markiert und morgen geht es ans Ausschachten, Zusammenbauen, Aufstellen und Einbetonieren. So stay tuned for Richtfest, part two.

Gruß Olli

Mittwoch, 8. August 2012

Wenn wir Bauern wären, ...

... dann wären wir wohl sowas von dumm, dümmer geht es schon nicht mehr. Zumindest dem Sprichwort nach zu urteilen. Denn heute haben wir mal unsere ersten Kartoffeln ausgegraben und nicht schlecht gestaunt. War ich noch vor ein paar Wochen nicht sicher, ob aus den Kartoffeln überhaupt was wird, so habe ich heute überrascht aus der Wäsche geschaut, als dort Knollen von der Größe von Mangos aus der Erde auftauchten. Auch Eltern staunten nicht schlecht.


Also haben wir flugs mal einen 10 Liter-Eimer vollgemacht und lecker Röstis gebacken. Lachs und Apfelmus gab's natürlich auch dazu und eigene Kartoffeln schmecken doch noch am Besten, das können wir nun bestätigen.

Ab nächster Woche haben wir einen Monat frei, reichlich Zeit zum Arbeiten und zum Kartoffeln genießen - in welcher Form auch immer ;-).

Stay tuned......

Gruß Olli

Dienstag, 7. August 2012

Spielturmpuzzle

Lange haben wir nichts von uns hören lassen, ja. So viel gab's auch nicht zu berichten aber jetzt steht die Elternzeit vor der Tür und heute haben wir etwas Arbeit dafür in Form von Einzelteilen erhalten: den Spielturm von Niklas. Lange haben wir hin und her überlegt und am Ende ist es nun ein Modell von Winnetoo geworden und zwar so konfiguriert, wie wir es haben wollen. Turm mit Rutsche und Klettersteg, dazu ein langer Schaukelbalken mit Überstand, um dort noch einen bequemen Hängesessel zum Lümmeln und Lesen aufhängen zu können. Bislang ist es nur ein Haufen von Einzelteilen, bald geht's aber an den Aufbau.


Wir sind sehr gespannt, wie es nachher aussieht und wie es unserem kleinen Mann so gefällt. Wir werden berichten.

Stay tuned......

Gruß Olli