Holz ist kein Stahl. Es ist ein lebendiger Baustoff. Das hat man heute mal wieder feststellen können, denn schiefe und durchgezogene Bretter, Latten und Leisten wollten winklig und sauber verbaut werden. Sachen, die nicht bereitwillig zusammenpassen. Nun ja, schlussendlich haben wir fast alles geschafft, was wir schaffen wollten. Zu Beginn daher einfach mal ein Vorher-Nachher-Bildvergleich.
Wie zu sehen haben wir das Ziel, heute Probezuschaukeln und Probehängezusesseln erreicht. Es ging heute früh mit dem Boden des Turms los, die hinsichtlich Holzlack so versoffenen Nutbretter haben ihren Platz eingenommen. Nach ein paar Minuten Suche (weshalb haben wir hier nur sieben Bretter, obwohl wir neun brauchen?!) tauchten die fehlenden zwei Bretter im noch unlackierten Stapel auf und wir konnten einpassen. Die Abschlussbretter an den Enden montiert, dann alles hingelegt und mit passenden Abstandshaltern ausgerichtet, gebohrt und festgeschraubt. Zwei Leisten waren einseitig derart schief, dass die dort darauf zu verbauende Leiste garnicht passen wollte. Etwas Stemmarbeit mit dem Holzbeitel brachte Besserung. Die Seitenverblendungen ließen sich problemlos verbauen, allerdings sind die mitgelieferten Schrauben relativ schwachbrüstig. Bei "normalem" Anzug sprangen doch immerhin drei Senkschraubenköpfe über die Klinge.
Beide Giebel ließen sich sehr gut montieren und auch anbringen, allerdings war dabei doch etwas Kraft und Ausdauer gefragt. Meine beiden Schraubzwingen lieferten hierzu perfekete Unterstützung. Querleistenverbinder eingeschraubt und den "Multifunktio....." - äh Moment, wie hieß das Ding gleich, ja, den - "Multifunktionsbalken" als First eingesetzt und fertig war der Dachstuhl. Genau genommen hatten wir jetzt eigentlich Richtfest.
Als letzter Schritt kamen nun die Schaukeln und der Hängesessel dran. Das Bohren der Löcher war vielleicht eine blöde Fummelei und dann wieder die berüchtigten Holztoleranzen. Wir machten es wie vorgeschlagen. Gefordert war ein Durchgangsloch 12,5mm, wir hatten einer 12er Bohrer (wer schlägt denn sowas bei einem M10 Gewinde vor???). Nun wurde jeweils von unten und oben ein Sackloch mit Ø6mm gebohrt in der Hoffnung, in allen Ebenen winklig zu sein und zu treffen. Bei zwei von fünf Bohrlöchern kam der 12er Bohrer auch oben raus. Leider war der Balken mit zunehmender Länge auch verwunden und somit passierte, was passieren musste. Wir bohrten gerade und kamen nicht oben raus. Ich rödelte mit dem großen Bohrer nach, fräste sozusagen ein Langloch, mit dem sich später allerdings die Schaukelhaken trotzdem gut verschrauben ließen. Sieht hat nur Panne aus! Daher werde ich mir von meinem Metallbauer noch mal Auflagewinkel zusammenbraten lassen, um das sauber zu fixieren und eine flächige Anlage für die Unterlegscheiben der Schaukelhaken zu haben.
Wie bereits angesprochen, zum Aufhängen und Ausprobieren der beiden Schaukeln und des Hängesessels hat es dennoch gereicht. Auch unser kleiner Mann hatte sehr viel Spaß an seinem neuen Spielzeug. Anne gefiel der Hängesessel am Besten, der mit der Feder allerdings - für meine Begriffe - unerwartet dicht über dem Boden kreist. insbesondere bei mir, aber es ist noch genug Luft zum Kreisen ;-).
Alles in Butter soweit. Morgen gibt es noch ein paar kleine Abschlussarbeiten am Turm. Das mitgelieferte Kunststoffdach werden wir allerdings nicht installieren, sieht uns doch sehr mit der heißen Nadel gestrickt und kaum haltbar aus. Und wir haben noch Baumaterial rumfliegen, um ein festes Dach zusammen zu zimmern. Pimp my Tower sozusagen. Aber davon gibt's später mehr. Morgen steht das Ausräumen der Gabionen an, denn die neuen Gitterboxen sollen die zweite Wochenhälfte kommen. Und dann sollen sie aufstellbereit und die neue Beleuchtung einbaubereit sein.
So stay tuned......
Gruß Olli
Montag, 20. August 2012
Sonntag, 19. August 2012
Painter Man
Farbe, Farbe und noch mal Farbe! Unendlich viele Einzelteile, mal größer, mal etwas kleiner gingen die letzten beiden Tage noch durch meine Hände. Und das alles bei höchstsommerlichen Temperaturen, die heute sogar die 34°C im Schatten auf der Norseite erreichte. Das verriet mir unsere Wetterstation. Die knüppeltrockene und heiße Saharaluft sorgte aber nicht dafür, dass ich mich auf die faule Haut legen konnte. Nein, am Samstag hatte ich eine zweite Dose unserer Osmo-Lasur geholt und wollte fleissig drauf losstreichen. Tat ich auch, aber zwischendurch entdeckte ich ich hier und da noch Bretter, Latten und Kanthölzer, die noch mal mit dem Schleifer behandelt werden mussten.
Aber irgendwann konnte der Pinsel starten und heute zog er bis zum Ende durch. Zum Ende der zweiten Farbdose, welches sich leider nicht mit dem Ende der zu lackierenden Hölzer deckte. Genau, ich brauche noch mehr Farbe und werde diese kommende Woche noch besorgen. Die fein genuteten Hölzer des Kletterstegs und des Bodens im Turm haben durch Ihre große Oberfläche derart viel Farbe aufgenommen, dass es am Ende wieder nicht reichte.
Den morgen geplanten Zusammenbau des Turms wird das aber nicht negativ beeinflussen, da sollte alles klappen. Wenn alles hinhaut, hängen wir morgen im bequemen Hängesessel schon mal Probe. Ich werde berichten.
So stay tuned....
Gruß Olli
Aber irgendwann konnte der Pinsel starten und heute zog er bis zum Ende durch. Zum Ende der zweiten Farbdose, welches sich leider nicht mit dem Ende der zu lackierenden Hölzer deckte. Genau, ich brauche noch mehr Farbe und werde diese kommende Woche noch besorgen. Die fein genuteten Hölzer des Kletterstegs und des Bodens im Turm haben durch Ihre große Oberfläche derart viel Farbe aufgenommen, dass es am Ende wieder nicht reichte.
Den morgen geplanten Zusammenbau des Turms wird das aber nicht negativ beeinflussen, da sollte alles klappen. Wenn alles hinhaut, hängen wir morgen im bequemen Hängesessel schon mal Probe. Ich werde berichten.
So stay tuned....
Gruß Olli
Freitag, 17. August 2012
Der Schleifer!
Wär das nicht mal ein Titel für einen Horrorschocker? Seht euch vor, denn der SCHLEIFER geht um! Zumindest zum Drehbuch könnte ich seit heute einige Zeilen beisteuern. Meine grüne Metabo glühte manchmal schon fast in der sengenden Nachmittagssonne und bekam doch nur kurze Verschnaufpausen. Genau, das Wetter meinte es heute wieder richtig gut mit uns, morgen soll es noch heißer werden (über 30°C - heute waren wir knapp davor).
Nach dem frühmorgendlichen Brötchen holen (Kunststoffbürstenaufsatz für Bohrmaschine und einen mobilen Sonnenschirm von OBI sowie zwei Kästen Härke, die bei Hol ab! im Angebot waren inklusive) ging es dann am späten Vormittag los. Ein paar Kanthölzer waren dran und dann kamen die fein genuteten Bodenbretter des Turms. Hier konnte meine Kunststoffbürste von OBI ihr Potenzial voll ausspielen und es funktionierte tatsächlich wie geplant. Ich hatte zunächst Bedenken, dass die harten Borsten die Nuten wegfräsen könnten, aber nix da. Das Holz präsentierte sich härter als befürchtet. Sauber putzte die Bürste die losen Holzspäne raus. Im Gegenteil, nicht das Holz, sondern die Bürstenlänge nahm stetig ab.
Ich nutzte den neu erstandenen Sonnenschirm und konnte schön im Schatten arbeiten. Irgendwann jedoch kam stärkerer Wind auf und das gekippte Ding kippte dann richtig und zwar um. Der harte Boden tat sein Übriges und so kam der Gummihammer sanft zur Verstärkung, um die Verlängerung in den Boden zu treiben. Und was passierte? Genau, die Kunststoffaufnahme am oberen Ende rutsche tiefer auf das Rohr und weitete sich auf, so dass man den Schirm nicht mehr einstecken und arretieren konnte. "Mann, wird einem denn heute nur noch Mist angedreht?!" kommentierte ich die Situation. Wenn man einen Schirm entwirft, sollte die untere Verlängerung doch auch tauglich sein, gegen leichte Hammerschläge in den Boden getrieben zu werden, wenn von Hand nichts mehr weitergeht. Schließlich habe ich ja nicht mit einem schweren Vorschlaghammer darauf rumgebokt. Also wieder ab zu OBI und das Ding wurde mir doch tatsächlich umgetauscht! Da war ich wiederum etwas besänftigt und bevor ich wieder zu Haus angekommen die Verlängerung erneut in den Boden einschlug, nahm ich die Kunststoffaufnahme ab.
Weiter ging es mit der Schleiferei der Seitenbretter der Turmverkleidung. Gefühlte 300 Bretter (wird denn der Haufen gar nicht kleiner?!) später waren noch drei kleine Kanthölzer übrig und kurze Zeit später war ich schließlich fertig - auch mit der Kraft. So ein Schwingschleifer den ganzen Tag ist schon eine Hausnummer für Hände, Gelenke und Arme.
Aber ich bin durch und kann mich jetzt morgen auf die Farbe konzentrieren. Mehr wird wohl nicht gehen, da die Farbe wenigstens einen Tag zum Abtrocknen braucht. Aber es gibt ja noch mehr zu tun - kommende Woche sollen auch unsere neue Gabionen kommen und die Steine müssen da raus. 7 Tonnen sind da zu wuchten. Hälfte raus und danach wieder rein. Es soll ja nicht langweilig werden.
So stay tuned.....
Gruß Olli
Nach dem frühmorgendlichen Brötchen holen (Kunststoffbürstenaufsatz für Bohrmaschine und einen mobilen Sonnenschirm von OBI sowie zwei Kästen Härke, die bei Hol ab! im Angebot waren inklusive) ging es dann am späten Vormittag los. Ein paar Kanthölzer waren dran und dann kamen die fein genuteten Bodenbretter des Turms. Hier konnte meine Kunststoffbürste von OBI ihr Potenzial voll ausspielen und es funktionierte tatsächlich wie geplant. Ich hatte zunächst Bedenken, dass die harten Borsten die Nuten wegfräsen könnten, aber nix da. Das Holz präsentierte sich härter als befürchtet. Sauber putzte die Bürste die losen Holzspäne raus. Im Gegenteil, nicht das Holz, sondern die Bürstenlänge nahm stetig ab.
Ich nutzte den neu erstandenen Sonnenschirm und konnte schön im Schatten arbeiten. Irgendwann jedoch kam stärkerer Wind auf und das gekippte Ding kippte dann richtig und zwar um. Der harte Boden tat sein Übriges und so kam der Gummihammer sanft zur Verstärkung, um die Verlängerung in den Boden zu treiben. Und was passierte? Genau, die Kunststoffaufnahme am oberen Ende rutsche tiefer auf das Rohr und weitete sich auf, so dass man den Schirm nicht mehr einstecken und arretieren konnte. "Mann, wird einem denn heute nur noch Mist angedreht?!" kommentierte ich die Situation. Wenn man einen Schirm entwirft, sollte die untere Verlängerung doch auch tauglich sein, gegen leichte Hammerschläge in den Boden getrieben zu werden, wenn von Hand nichts mehr weitergeht. Schließlich habe ich ja nicht mit einem schweren Vorschlaghammer darauf rumgebokt. Also wieder ab zu OBI und das Ding wurde mir doch tatsächlich umgetauscht! Da war ich wiederum etwas besänftigt und bevor ich wieder zu Haus angekommen die Verlängerung erneut in den Boden einschlug, nahm ich die Kunststoffaufnahme ab.
Weiter ging es mit der Schleiferei der Seitenbretter der Turmverkleidung. Gefühlte 300 Bretter (wird denn der Haufen gar nicht kleiner?!) später waren noch drei kleine Kanthölzer übrig und kurze Zeit später war ich schließlich fertig - auch mit der Kraft. So ein Schwingschleifer den ganzen Tag ist schon eine Hausnummer für Hände, Gelenke und Arme.
Aber ich bin durch und kann mich jetzt morgen auf die Farbe konzentrieren. Mehr wird wohl nicht gehen, da die Farbe wenigstens einen Tag zum Abtrocknen braucht. Aber es gibt ja noch mehr zu tun - kommende Woche sollen auch unsere neue Gabionen kommen und die Steine müssen da raus. 7 Tonnen sind da zu wuchten. Hälfte raus und danach wieder rein. Es soll ja nicht langweilig werden.
So stay tuned.....
Gruß Olli
Donnerstag, 16. August 2012
Rohbau geschafft....
... würde man bei einem gemauerten Haus jetzt sagen können. Nachdem gestern der Turm mit seinen Armierungseisen bereits in den Fundamenten verschwunden war, kam heute das sogenannte "A-Seitenteil" dran. So heißt es zumindest bei Winnetoo. Es bildet den seitlichen Abschluss und lagert den Schaukelbalken - damit sind szusagen die Außenmaße fest. Den Schaukelbalken haben wir nicht als Original gekauft, da es ihn in der von uns gewünschten Länge nicht gab. Bei maximal 2,80m ist Feierabend. Alles darüber hinaus ragende Element muss separat gekauft und auch noch einmal extra abgestützt werden. Das haben wir uns erspart. Unser später am überstehenden Ende frei hängender Amazonas Faulenzersessel wird am hier 4m langen Balken (aus dem lagerhaltigen Sortiment von Steib, wo wir auch den Turm gekauft haben) befestigt und sollte auch halten. Schließlich habe ich unseren ehemaligen Architekten Herrn Herbsleb vom Bärchen hier noch einmal rechnen lassen - alles in Butter (15mm max. Durchbiegung sollten klargehen, meinte er). Falls er unrecht hat, werden wir es merken, wenn wir unsanft zu Boden gefallen sind ;-).
Leider hatte sich das tolle Wetter von gestern in der Nacht verzogen und es schüttete mehrfach mal mehr oder weniger stark. Eine Unwetterfront sagte das Wetterradar und man konnte verfolgen, wie sich diese langsam gen Osten verzog. Gegen Mittag hörte der Regen auf, um halb drei schien die Sonne wieder zwischen dicken weißen Wolken hindurch und es wurde noch ein echt schöner Tag. Unser A-Seitenteil hatten wir vormittags in der Garage zusammenschraubt (und vorher geschliffen - was für eine Sauerei!) und nun ging es raus ans Ausmessen und Einpassen. Vom Hauptturm zogen wir mit einer Maurerschnur die Mitte weiter bis zum Auflagerpunkt bei 2,80m. Dann 102,5cm zu beiden Seiten (Seitenteilbreite Armierungseisen 205cm) und Fundamente ausgehoben. Vorher noch mal geprüft, ob das Stichmaß auch hinkommt. Hier war wirklich Teamarbeit gefragt, denn mit vier Leuten spannten wir Schnüre und positionierten das Seitenteil.
Die Fundamentbokerei war wieder eine Plackerei sondergleichen. Millimeter für Millimeter mit dem Spaten rauskloppen, bis dann endlich 45 bis 50cm Tiefe erreicht waren. Als Unterstützung hatte ich mir noch einen Stahlnagel mit dem Trennschleifer angespitzt, um den Boden zu lockern. Für unsere Borde sollten wir maschinelle Unterstützung in Erwägung ziehen, immerhin sind das dann gut 85m in knapp 40cm Tiefe. Als die Löcher ausgehoben waren, haben wir erneut gemeinsam das Seitenteil mit dem langen Schaukelbalken verbunden. Zunächst den Schaukelbalkenhalter am Turm befestigt, dann Balken in die Aufnahme geheftet, am Seitenteil aufgelegt und ausgerichtet. Das Seitenteil stand vorher schon in altbekannter Weise auf den Stützen, die wir auch beim Turm genutzt hatten. Dann Schaukelbalken mit Seitenteil verbunden und Stützwinkel angebracht.
Wie gestern bereits mischten wir wieder den Beton an (Mann, macht das einen Spaß mit der Maschine...) und verfüllten die beiden Fundamente. Den Abend nutzte ich noch mit diversen Streicharbeiten, nun ist fast überall der erste Anstrich perfekt. Morgen geht es dann mit der Vorbereitung der restlichen Hölzer für das Streichen und Verbauen weiter.
So stay tuned für Innenausbau.
Gruß Olli
Leider hatte sich das tolle Wetter von gestern in der Nacht verzogen und es schüttete mehrfach mal mehr oder weniger stark. Eine Unwetterfront sagte das Wetterradar und man konnte verfolgen, wie sich diese langsam gen Osten verzog. Gegen Mittag hörte der Regen auf, um halb drei schien die Sonne wieder zwischen dicken weißen Wolken hindurch und es wurde noch ein echt schöner Tag. Unser A-Seitenteil hatten wir vormittags in der Garage zusammenschraubt (und vorher geschliffen - was für eine Sauerei!) und nun ging es raus ans Ausmessen und Einpassen. Vom Hauptturm zogen wir mit einer Maurerschnur die Mitte weiter bis zum Auflagerpunkt bei 2,80m. Dann 102,5cm zu beiden Seiten (Seitenteilbreite Armierungseisen 205cm) und Fundamente ausgehoben. Vorher noch mal geprüft, ob das Stichmaß auch hinkommt. Hier war wirklich Teamarbeit gefragt, denn mit vier Leuten spannten wir Schnüre und positionierten das Seitenteil.
Die Fundamentbokerei war wieder eine Plackerei sondergleichen. Millimeter für Millimeter mit dem Spaten rauskloppen, bis dann endlich 45 bis 50cm Tiefe erreicht waren. Als Unterstützung hatte ich mir noch einen Stahlnagel mit dem Trennschleifer angespitzt, um den Boden zu lockern. Für unsere Borde sollten wir maschinelle Unterstützung in Erwägung ziehen, immerhin sind das dann gut 85m in knapp 40cm Tiefe. Als die Löcher ausgehoben waren, haben wir erneut gemeinsam das Seitenteil mit dem langen Schaukelbalken verbunden. Zunächst den Schaukelbalkenhalter am Turm befestigt, dann Balken in die Aufnahme geheftet, am Seitenteil aufgelegt und ausgerichtet. Das Seitenteil stand vorher schon in altbekannter Weise auf den Stützen, die wir auch beim Turm genutzt hatten. Dann Schaukelbalken mit Seitenteil verbunden und Stützwinkel angebracht.
Wie gestern bereits mischten wir wieder den Beton an (Mann, macht das einen Spaß mit der Maschine...) und verfüllten die beiden Fundamente. Den Abend nutzte ich noch mit diversen Streicharbeiten, nun ist fast überall der erste Anstrich perfekt. Morgen geht es dann mit der Vorbereitung der restlichen Hölzer für das Streichen und Verbauen weiter.
So stay tuned für Innenausbau.
Gruß Olli
Mittwoch, 15. August 2012
Am Anfang nichts, am Ende Turm!
Da wir später noch Fundament machen wollten, kümmerten wir uns vor dem Zusammenbau des Turms noch um meinen schon vor ein einigen Wochen erstandenen Betonmischer bei OBI zum Schnapperpreis (genau, gab's bei Stanze nicht). Genau dieser Eindruck überkam uns auch beim Auspacken. Ob die Kiste funktioniert? Fragezeichen auf der Stirn gemeinsam mit den Vorurteilen zu günstigen Maschinen weggewischt und Aufbauanleitung gesucht. Jene war sowas von dämlich zwischen die beiden Hälften der Mischtrommel gequetscht, dass sie beim Herausfummeln in drei Teile zerriss. Na toll. Zunächst blätterten wir (im größten übriggebliebenen Stück) zur deutschen Betriebsanleitung (die hinter so ziemlich allen anderen Sprachen am Ende auftauchte), die uns aber auch keine neuen Erkenntnisse lieferte. Also zurück zu den ersten Seiten und der bebilderten Aufbauanleitung - mehr braucht der einigermaßen Technikversierte ohnehin nicht zu lesen. Es dauerte etwas, bis alle drei Fetzensegmente die gleichen Bilder zeigten und dann konnte es losgehen. Qualitativ ist die Maschine zwar einfach, aber wenn sie Ihren Dienst verrichtet, will ich gar nicht meckern. Allerdings brauchte man hier auch Hilfswerkzeuge zur Montage, von denen in der Stückliste natürlich nix zu finden war. So z. B. der Spannstift, der das Antriebsritzel der Trommel mit der Welle des Elektromotors verbindet. Diesen Kerl konnte ich nur mit Hilfe von zwei Hämmern in die Bohrung im Ritzel eintreiben. Aber man ist ja erfinderisch. Am Ende lief die Kiste so wie geplant. Sauber - erste Hürde genommen. So weit, so gut.
Es folgte der Zusammenbau des Turms. Wir nahmen Maße, richteten penibel aus, bohrten und schraubten in der Mittagshitze, bis dann alle Elemente zusammengebaut waren und das ganze Ding auf den Böcken lag, um die Bewehrungseisen für den Einbau in die Bodenfundamente zu erhalten. Seitlicher Blick und....... wieso sind denn die Verbindungselemente so derart schief? Nachgemessen, 150cm passt, 80cm passt und das an allen vier Eckbalken. Was ist denn hier los?! Es zeigte sich, dass zwar alles passig war, aber in der Hitze des Gefechts hatten wir die Parallelogrammform nicht ausreichend zum Rechteck korrigiert, bevor die Knotenhölzer angebracht wurden, die die Lage fixieren (fehlende Rechtwinkligkeit). Wir stellten fest, dass zwei Seiten für das windschiefe Design verantwortlich waren. Also wieder lösen, neu fixieren, bohren und wieder anschrauben. Gut eine Dreivuiertelstunde hat die Nacharbeit gekostet, allerdings war dann wirklich alles zu usnerer Zufriedenheit ausgefallen.
Nun ging es ans Ausheben der Löcher. Aufgrund der Bodenbeschaffenheit sind es Fundamente mit 35x35x50 geworden, wobei wir uns auch mal mit 45cm Tiefe begnügten. Genau das war die Höhe des aufgeschütteten Grundstücks und darunter fand sich der festgefahrene Boden unserer Bautätigkeiten von 2010. Da hätte wohl nur T.N.T. weiteren nennenswerten Fortschritt in der Tiefe gebracht. Aber 45cm sollten uns reichen. Nun konnte unsere neue Errungenschaft ran und zeigen was sie kann. Der Mischer hat seine Aufgabe wirklich sehr gut gemacht. Er rührte den Beton sauber bis zu einer ordentlich zu verarbeitenden Konsistenz. Mit dem Ding bestreiten wir unsere Bordsetzerei im Handumdrehen. Bevor der Beton reinkam, haben wir mit Leisten und Keilen den Turm fleissig ausgerichtet und über Querhölzer abgespannt, damit nichts kippen kann. Dann rein mit dem Beton in die Löcher, glattgestrichen und Feierabend.
Somit ist also das Soll für diesen Tag wie geplant erfüllt. Und zwar so, wie wir uns das vorgestellt haben. Morgen soll es dann mit der Schaukelseite der Anlage weitergehen.
So stay tuned......
Gruß Olli
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