Mittwoch, 19. Mai 2010

Außen nix, innen einiges!

Jedes Mal, wenn wir in Dungelbeck die Umleitung um den Ortskern fahren, sieht man, bevor man ins Baugebiet abbiegt, immer eine Ecke des Dachs unseres Hauses. Ich warte die ganze Zeit schon darauf, unsere Tegalit-Ziegel dort zu erspähen aber auch heute war Fehlanzeige. War aber auch nicht zu erwarten, denn Herr Kiehm bekommt vorher von den Dachdecken in der Regel die Information, dass es damit losgeht und die steht noch aus.



Außen sieht es (fast) genauso aus wie beim letzten Besuch. Lediglich die Dachrinnen des Haupthauses sind weitergekommen, Nordseite ist fertig, Südseite hängt zur Hälfte. Immerhin etwas. Drinnen sieht's schon deutlich besser aus. Jede Menge mehr Rohre, allerdings noch nicht alles, die Abluftleitungen der zentralen Lüftungsanlage sind eingebaut und auch im HWR liegen bereits Anschlüsse für die Wärmepumpe.


Richtige Fortschritte zeigt aber die Elektrik. Sofern die Jungs heute (wie geplant) angefangen haben, sind sie richtig weit gekommen. In den beiden Kinderzimmern liegen gefühlt fast alle Kabel, die Leitungen für die Strahler im Flur OG sind eingezogen und selbst die orangen Netzwerkkabel sind schon wiederzufinden. Soviel Arbeit riecht schon nach mehreren Tagen. Oder aber mehrere Handwerker, als unser Sanitär H. Keller auf der Baustelle hat.

Sanitärmäßig sind noch ein paar Sachen zu erledigen, am Samstag sind wir wieder da und kümmern uns um unseren Abstellraum. Dann steht die erste eigene handwerklich aktion auf dem Programm: Abstellraum dämmen. Ihr werdet sehen und lesen können, wie das abgelaufen ist (wir haben Hilfe, das wird lustig ;-)).

Stay tuned....

Gruß Olli

Mittwoch, 12. Mai 2010

Die Installateure sind los....

... und das ist gut so. Firma Keller ist schon voll am Klotzen, seitdem Herr Keller am Montag mit seinem blauen Buntstift die Lage aller Waschbecken, Anschlüsse und Toiletten markiert hat. Überall sind Wandausschnitte zu sehen, im Gästebad steht bereits der Toilettenträger mit Spülkasten und Betätigung sowie die Anschlüsse für das Waschbecken. Ebenso in der Küche. Auch der 3/4"-Anschluss für den Kühlschrank liegt bereits an vorgegebener Stelle.


Da der 60er Xeno-Waschtisch ja zu breit war, haben wir uns gestern Abend was anderes gesucht - und gefunden. Jetzt sollte es das Duravit Architec in 50x50 werden. Heute wurde nachgemessen - und festgestellt, dass wir nur ca. 30cm ab Fertigtrockenbau haben. Hmmmpf!! Jetzt haben wir uns doch auf ein Xeno geeinigt, allerdings nur ein Handwaschbecken mit 40x30. Recht klein, aber ich finde es gut. Anne ist nicht ganz so begeistert.

Während wir noch mit dem Waschbecken beschäftigt waren, nahm bereits Herr Fricke vom Küchenmacher die Maße unserer neuen Küche klammheimlich allein auf. Die paar Fragen, die er hatte, konnten wir im Nu beantworten. Währenddessen wartete auch schon Herr Reinecke zum zweiten Teil der Bemusterung. Arbeits- und Gästezimmer waren schnell abgehakt, Küche wurde spannend. Ich bin ein Fan von indirekter Beleuchtung, daher wurde hier auch lang debattiert. Letzendlich sollen nun das Licht der Abzugshaube, die Beleuchtung der Oberschränke und des Strahlers im Trockenbau zusammengefasst werden. Parallel sollen 6 Spots in die Decke wandern. Mal schauen, ob das so hinhaut. Die Durchsprache der außenliegenden Anschlüsse ging recht fix. Garage bekommt eine Leitung, an die Torantriebe, Innenbeleuchtung per Bewegungsmelder und die Steckdosen für die Werkbank auf Putz gelegt werden sollen.

Außen bekommt die Südseite zwei Kabelausgänge für Außenlampen, vier schaltbare Steckdosen und in den Garten kommt zunächst ein Kabel für ........ was auch immer (Lampen, Gartenpumpe, .....).


Außen hat sich auch wieder Einiges getan. Die Kamindurchführung ist eingebaut und die Traufe ist komplett fertig, Dachrinnen dran, auf einigen Dachflächen ist bereits die Querlattung für die Dachziegel vorhanden. Auch unsere Haustür ist jetzt eingepackt, um sie vor Beschädigungen zu schützen. Ab jetzt geht es nur noch durch die Seitentür im HWR. Dämmung für den Abstellraum ist auch angeliefert und wird von uns am Pfingstwochenende eingebaut. Es sieht immer mehr nach unserem Haus aus. Auch wenn zur Zeit nur Kleinigkeiten passieren, freut man sich über jeden kleinen Fortschritt. Dem größten Schritt fiebern wir aber noch entgegen und der heißt: PUTZ!


Stay tuned.......

Gruß Olli

Montag, 10. Mai 2010

Bemusterung Sanitär- und Elektroinstallation

Heute 13 Uhr war der Termin für unsere Sanitär- und Elektrobemusterung. Herr Kiehm war pünktlich da, Herr Keller auch. Und darüber hinaus noch Herr Sowinski, unser künftiger Schornsteinfeger. Er hat sich die Kaminplanung genauestens erklären lassen und einiges zum Schornstein erzählt. Wo die Reinigungsluke hingehört, welche Abstände wo einzuhalten sind, welche Wanddurchführung gut ist und welche eher weniger ... Als er von Schornsteinbränden erzählte, als wäre es wie Kartoffeln schälen , habe ich mir schon etwas Sorgen gemacht. "Keine Angst, deshalb sprechen wir das hier ja durch. Bei einem ausreichenden Abstand des Rohres zur Wand und zum Dach ist das kein Problem. Müssen Sie nur nachhher das Rohr austauschen, das verliert seine Korrosionsbeständigkeit, wenn es ausgebrannt ist!" meinte er. Nun gut, hoffen wir mal, dass es künftig nur da brennt, wo es auch soll - im Kamin. Im Haus wurde noch die Wanddurchführung ausführlich diskutiert, Herr Kiehm wurde schon sichtbar ungeduldig. Soweit dürfte jetzt aber alles passen.

Dann ging es weiter mit der Sanitärrunde. Herr Keller war etwas verwundert über unseren großen Wasseranschluss zum Kühlschrank (3/4"), aber so schreibt Siemens das vor. Und dann kamen noch ein paar Kleinigkeiten. Die Abluftventile der Lüftungsanlage (nur in den Nassräumen) landen in den oberen Ecken der Wände. Hätte die gern in den Decken gesehen. Geht nicht - Balken im Weg.


Im Gäste-WC müssen wir mit dem Platz etwas knausern, ein 60er Becken ist etwas zu breit. Also nochmal nach einer Alternative suchen. Dann gilt es noch WC- und Waschbeckenhöhen festzuegen. Die Dusche bekommt eine sogenannte "Saloontür" (öffnet zu beiden Seiten), dann ist der Ausstieg leichter. In den beiden anderen Bädern alles easy - keine Überraschungen.

Leider hatten wir so lange gebraucht (insbesondere aufgrund des ausführlichen Schornsteindiskussion), dass nun für Herrn Reinecke, der schon länger bei uns stand, kaum noch ausreichend Zeit für die Eletroumfänge übrig war. Am Ende fehlte uns ca. eine Stunde, die holen wir am Mittwoch gleich nach. Herr Reinecke konnte uns ein paar gute Tipps geben. Insbesondere über die Wechselschaltung der Strahler im Flur auf beiden Ebenen kann man jetzt eine Dissertation schreiben. Hoffentlich bekommen die das richtig angeklemmt.... *hoff*


Noch kurz der heutige Stand von außen: Die Jungs vom Bärchen waren wieder fleißig. Die Längsverlattung der Dachbalken war dran und sie begannen die Dichtfolie oben zu befestigen und die Traufenverkleidung anzubringen. Fenster und Türen sind bis auf das doppelte Südfenster, welches noch ausgetauscht wird, verklebt. Herr Kiehm hatte ein Putzmuster unseres grauen Putzes vom Anbau dabei. etwas heller als die Fenster, kann sich aber sehen lassen. Weiter geht's am Mittwoch.

Stay tuned...

Gruß Olli

Samstag, 8. Mai 2010

Beizmuster-Ergebnis unserer Treppe

Nach fünf Wochen ist nun auch ein vorzeigbares Beizmuster entstanden. NANKO, unsere Treppenjungs, riefen kürzlich an und sagten, sie haben was Passendes hingebeizt, nachdem der erste Versuch nicht sonderlich treffsicher war. Also gings heute mittag nach Wolfenbüttel, um einen Blick darauf zu werfen (und das ausgeliehene "Wine & Fruits" Laminat wieder mitzunehmen, um es an Steib zurückzugeben).

Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen (wenngleich ich erst etwas brauchte, um mit der gebeizten Stufe "warm zu werden"). Wir treffen jetzt einen Graubraun-Ton, der sehr gut zum Laminat passt. So werden wir unsere Treppe auf Basis von Buchenholzstufen beizen lassen.

Um zu sehen, wie Laminat, Stufen und Geländer wirken, mal alles zusammengelegt und Bilder gemacht. Voila!


Stay tuned.....

Gruß Olli

Freitag, 7. Mai 2010

Ein Haus entsteht - Teil 3: Richtfest!

Meine größte Sorge am Donnerstag Abend: kommen die Fenster wirklich? Müssen wir zum Richtfest frieren? Nein, das ginge garnicht. Somit beschlich uns am Freitag immernoch das unangenehme Gefühl, als wir in den Waldweg einbogen. Der erste Blick, als wir aus der gewachsenen Bebauung rauskamen und unser Haus sehen konnten, fiel auf den grünen alten MB-Lkw vom Bärchen und auf den Fenstertransportrahmen, der auf der Ladefläche stand. Und dann sah man sieh auch, unsere Fenster. Standen bereits verteilt an den jeweiligen Wandöffnungen. Gut gemacht, so muss es klappen!


Die Jungs waren wie immer schon fleissig an der Arbeit. Auf dem Dach war bereits die grüne Kapuze mit der Konterlattung der Dachdecker zu sehen. Haus also auch dicht, na dann kann ja Richtfest gefeiert werden. Da es so viele Fenster waren, meinten die Jungs, sie brauchen bis ca. 15:30 Uhr. OK, so lange wie es dauert, dauert es halt. Letztlich waren sie aber doch früher fertig. Es ging Schlag auf Schlag - Rahmen mit Dichtband versehen, eingesetzt und mit dem Holztragwerk verschraubt. Ausgeschäumt sind noch nicht alle, das wird nächste Woche gemacht.


Das große Doppelfenster zur Terasse im EG ist allerdings beschädigt, es muss noch ausgetauscht werden. Aufgefallen ist das aber nicht uns, sondern Kalle. "Da oben am Rolladenkasten ist was rausgebrochen". Recht hat er. Habe den Fehler kaum gesehen, aber sehr ärgerlich, wenn es erst später aufgefallen wäre. Auch unsere knallrote Haustür hatten die Jungs dabei und was sollen wir sagen: einfach genial sieht die aus! Was für eine Farbe, dieses RAL 3004. Richtig gespannt sind wir auch auf unsere Garagentore, die erhalten die gleiche Farbe. Unsere Tür kommt früher rein als bei anderen Häusern. Der Grund: es wird beim Verputzen bis an die Tür herangeputzt. Ein nachträglicher Tausch der Bautür gegen die Richtige ist dann nicht mehr möglich. Also heißt es, das gute Stück nun noch gegen Beschädigungen zu schützen.


Ach ja, wir wollen ja Richtfest feiern. Was benötigt man dafür außer Bauherrin, Bauherr und ein Haus? Genau, einen Baum! Also haben wir uns auf die Suche gemacht und unweit des Ortsrandes das passende Exemplar gesichtet. Mit der Säge vom Bärchen ging es ans Werk und kurze Zeit darauf war der Baum im Auto und dann auf der Baustelle. Dort angekommen wurde er sogleich noch etwas geschmückt.


Während die Jungs noch fleißig mit Fenstern und Tür beschäftigt waren, habe ich mich um den Eingang gekümmert. Unsere Gäste sollten ja nichts ins Loch fallen. Also wurde der Bereich unmittelbar vor der Tür mit etwas Mineralgemisch aus der Bauzufahrt aufgefüllt, zwei Bohlen hingelegt und die Planken drauf, die die Gerüstbauer dagelassen hatten. Sollte reichen, hoffentlich bricht sich keiner die Knochen bei erhöhtem Spaßpegel ;-P.


Mittlerweile hatten sich schon die ersten Gäste eingefunden. Höchte Zeit für den Richtspruch. Also alle, Bauherrenpärchen plus Handwerker, rauf auf's Gerüst. Pierre sprach daraufhin seinen Richtspruch und dann flogen die Gläser. Sprangen auch alle kaputt, dann kann ja nichts mehr schiefgehen! Es gab allerdings gar nichts zu nageln für den Bauherren, hatte mich schon mental drauf eingestellt, mehrere Schnäpse trinken zu müssen, wenn ich vorbeigehauen hätte. Nun denn, einen leckeren Himbeertropfen haben Anne und ich uns dennoch genehmigt. An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank an das Team vom Bärchen für die tolle Arbeit der letzten Tage!


Die Feier hat sehr viel Spaß gemacht. Wir bedanken uns hier nochmal bei allen, die Zeit gefunden haben und haben uns gefreut, euch das Haus gezeigt und erklärt haben zu dürfen. Wer es nicht geschafft hat und sich trotzdem mal umschauen möchte, soll sich bitte einfach melden - das bekommen wir dann schon hin. Jetzt ist alles geschafft und wir blicken weiter voraus auf die Baudurchsprache am Montag. Dazu machen Anne und ich morgen eine Vorbereitungsrunde durch's Haus und überlegen uns schonmal, wo wieviele Steckdosen und Schalter wo hinkommen.

Stay tuned.....

Gruß Olli

Donnerstag, 6. Mai 2010

Ein Haus entsteht - Teil 2!

Was für ein bescheidenes Wetter!!! So schön, wie es gestern war, so mies ist es heute. Schon wieder arschkalt (immerhin musste ich heute nicht kratzen) und dazu noch bedeckt und Nieselregen. Aber das sollte noch schlimmer kommen. Stand, als wir heute die Baustelle verließen (ca. 14:30 Uhr):


Das miese Wetter war ja angekündigt. Wir haben gehofft, dass es doch nicht eintritt - leider umsonst. Nach dem fantastischen gestrigen Tage hatten unsere Jungs vom Bärchen heute schwer zu knabbern. Bereits in der Nacht hatte es geregnet und so fanden wir Pfützen in allen Räumen des Erdgeschosses vor. Als die Jungs gegen etwa 9 Uhr anrückten, war es noch trocken. So blieb es bis ca. 11 Uhr von kurzen leichten Regenintermezzos abgesehen. Bis dahin hatte die Truppe die Balkenlage im DG abgeschlossen und auch die OSB-Platten befestigt. Alles an Restmaterial, was nicht mehr benötigt wurde, nahm den kürzesten Weg nach unten.


Auch am Vorbau und am Abstellraum wurde weitergebaut. Die oben freiliegenden Kanten erhielten noch ein Stück Inthermofaserplatte und die Decken eine zweite OSB-Lage zusammen mit Dreickecksprofilen, die künftig die Basis für unser Flachdach mit Außendachrinne bilden. Letztere wird im tiefsten Punkt auf dem Dach angeschlossen, geht mit einem abgewinkelten Rohrstück durch die Wand nach außen und mündet dann in die außenliegende Dachrinne.


Als die Montage der Dachkonstruktion begann, war der Regen schon recht kräftig. Die Jungs hatten sich dick eingepackt und turnten auch dem Dach herum. Auch hier und trotz des schlechten Wetters wurde zügig und genau gearbeitet. Ein eingespieltes Team, das merkte man immer wieder.


Während das Dach nach und nach Form angenommen hatte (und die Jungs immer nasser wurden), hatte die Gerüstbau-Truppe leise und heimlich ihr Gerüst schon bis zur Traufe hochgebaut. Und sie haben einen schönen grünen Banner drangehängt. Der sah ganz neu aus, haben wir sonst auch noch nirgends gesehen. Den weißen Bären auf grünem Hintergrund setzt Gunda bestimmt das erste Mal ein. Es ist uns eine Freude, denn das ist doch recht dekorativ (peppt die noch braune Fassade etwas auf ;-)).


Die längste Zeit im Auto sitzend warteten wir dann auf die Dachdecker. Pierre sagte, die wären schon auf dem Weg. Mir ging es nicht schnell genug, denn es schiffte zwischenzeitlich wie aus Kübeln. Jede Minute, die die Dachdecker länger brauchten, flossen gefühlte hunderte Liter ins Haus;-(. Gegen kurz vor zwei tauchten sie dann endlich auf. Folie und Konterlattung kommen auf das Dach. Die Konterlattung läuft vom First zur Traufe, also so, wie die Dachbalken auch. Auf die Konterlattung kommen dann die Dachlatten, die die Ziegel halten (das wird aber erste nächste Woche gemacht). Jetzt bekommt die Hütte wenigstens ne wasserdichte Kapuze - endlich!

Spannenderweise wussten die Jungs vom Bärchen garnicht, dass morgen Richtfest gefeiert werden soll! Auf den Hinweis hin, dass sie sich nicht sicher seien, dass morgen auch die Fenster reinkommen (die müssen luftdicht eingeklebt werden und das Dichtband kann bei starker Nässe nicht geklebt werden), klingelte kurz darauf in Knesebeck das Telefon. Wir können ja unsere Gäste nicht im zugigen Rohbau empfangen! Frau Bußenius rief kurze Zeit später zurück und sagte uns den Einbau der Fenster für morgen fest zu. Sehr schön, geht doch! Ein mulmiges Gefühl bleibt aber.......

Das war für uns dann auch der Zeitpunkt, sich zu verabschieden. Denn es musste für das Richtfest morgen noch eingekauft werden. Das haben wir nun auch erledigt. Mal sehen, was us morgen erwartet.

Stay tuned....

Gruß Olli