Dienstag, 6. Juli 2010

Dachdecker da und Gerüst weg

Dienstag ist Handwerkertag, zumindest war das heute so. Herr Kiehm kommt morgen vorbei und sorgt hoffentlich dafür, dass Pierre nochmal kommen kann und den Trockenbau in der Küche fertigmacht. Heute waren die Dachdecker von Zsumme & Wiezke angekündigt und sie kamen auch zu dritt. Auf ihrem Plan: Dachreinigung mit Hochdruckreiniger, oberste Decklage Teerpappe auf dem Vorbau anbringen und die Dachrinnen montieren.


Die Reinigung des Daches führte zu einem nicht vollständig befriegendem Erlebnis. Philipp, einer der Dachdecker, mühte sich mit dem Kärcher auf allen Dachflanken ab, jedoch sahen die, als sie trockneten, immernoch fast so aus wie vorher. Von unten aus in Augenschein genommen und danach bekam Philipp vom Chef einen Besen in die Hand gedrückt und reinigte ein zweites Mal. Etwas besser, aber bei weitem noch nicht da, wo wir hinwollen. Nach weiteren Anweisungen ging Torsten, der Chef der Truppe, selbst auf das Dach, um zu zeigen, wie da oben gekärchert werden soll. Nun ist es leicht scheckig, nicht mehr so stark wie vorher, aber es sieht zumindest einigermaßen homogen aus.


Einen großen Schritt machte heute die Außenansicht durch den Abbau des Gerüstes, welches, als es restlos verschwunden war, das erste Mal freie Sicht auf unser Haus gewährte. Sieht nochmal um einiges schicker aus. Die Gerüst(ab)bauer arbeiten so zügig, dass Philipp sich ranhalten musste, um nicht auf dem Dach überwintern zu müssen.


Die Dachdecker hatten einige Rollen Teerpappe dabei, um die oberste Decklage auf dem Flachdach zu kleben. Haben einen guten Job gemacht, sofern der Bauherr das beurteilen konnte. Die oberste Lage wird mit kurzen Bahnen geklebt und ist auf der Außenseite mit feinem Splitt beschichtet. Sieht zumindest besser aus als vorher, aber der rausgequetsche Teer an den Stoßkanten, na ja. Muss halt sein, dass es dicht wird und das ist wichtiger als alles andere. man schaut ja auch nicht direkt darauf. Auf jeden Fall war das Kleben doch spannend zu beobachten, zumal es ordentlich heiß herging. Die Außenkante erhielt noch eine Aluwinkelschiene mit speziell gesteckten Eckprofilen, die Teerpappe wurde an der Winkelschiene untergelgt und durch eine Clipschiene gehalten, zum Haus hin wurde sie angeklebt.


Letztes Kapitel für die Jungs vom Dach - die Dachrinnen. Vermeintlich einfach, aber die hatten es in sich. Weshalb, fragt ihr? Na ja, wie hier vor einer ganze Menge Posts zu lesen war, wollen wir ja die Anbaudachrinnen an die Seitenwandattika haben, so gesehen im Kerksiek. Eigentlich kein Problem, jedoch ging es schonmal damit los, dass am Anbau vorn der Anschluss des Rohres unten in der Erde nicht zum Anschluss im Anbau oben passen wollte. Genau das gleiche Problem am Abstellraum. Also fuhr ich zum Sanitärfachhandel Stanze und holte 4 67°-Bogen DN100. Damit ließ sich zumindest vorn alles montieren.


Allerdings nicht so am Abstellraum. Der Versatz war größer, eine Verlängerung musste eingebaut werden und - es fehlte eine Muffe. Also wieder zu Stanze um kurz vor halb sechs. Alles bekommen, zurück zur Baustelle. Nach langem Gefummel saßen die Rohre, aber die Rinne sitzt schräg an der Wand. Ein Versuch, die Haltelaschen neu zu positionieren, ist gescheitert (sind nur gesteckt, einmal herausgezogen ist es vorbei mit dem Halt). Also dürfen sie hier wohl nochmal wiederkommen.


Was gab es sonst noch? Vorbau Holzverkleidung untere Kante gestrichen (hatte ich vorher übersehen) und noch weiter rumgesaut (zum Glück wird der Vorbau ja nun grau gestrichen - diese pissdünne Holzlasur spritzt wirklich überall hin!!!), innen weiter Fenster abgeklebt im OG und Tiefengrund im Schlafzimmer und in der Ankleide aufgebracht.

Jetzt fehlt noch das Elternbad und die Königsdisziplin, der Flur. Den heben wir uns bis zum Schluss auf, denn nächste Woche brauchen wir die volle Hilfskapazität - Eltern und Schwiegereltern. Und außerdem müssen wir uns noch überlegen, wie wir die volle Raumhöhe innen vor der Haustür streichen, die "Hilfsplattform" ist noch eingebaut, verdeckt aber auch einen Teil der zu streichenden Fläche. Das bleibt spannend.

Stay tuned.....

Gruß Olli

Montag, 5. Juli 2010

Wie streichen, ohne zu kleckern?

Leider ist es uns nicht ganz gelungen, die Holzverkleidung des Anbaus ohne (zugegeben nur kleine) Sauerei zu streichen. Zum Abkleben hatten wir keine Lust, hätte auch auf dem rauen Putz nix gebracht. Aber von vorn.

Schrotty hat heute morgen das restliche Malermaterial nach Dungelbeck transportiert. Ordentlich voll und man merkt tatsächlich, dass sich die 90 PS dann noch schwerer tun als ohnehin schon. Nun gut. Ist kein Rennwagen, sondern dient dem Transport. Und das macht er gut. Nebenbei haben wir gleich unseren zweiten Kühlschrank aus WOB reingeladen, um auf der Baustelle unsere Getränke zu kühlen. Eine gute Entscheidung bei dieser sengenden Hitze, wie sich im Laufe des Tages herausstellte (und es soll ja noch heißer werden ...).


Innen haben wir weiter Tiefengrund an die Wand gebracht (wie dieses Zeug klebt ... - bah! Hinterlässt aber eine saubere, hauchdünne Acrylschicht auf der Wand, was ja Sinn und Zweck der Übung ist). Da das Gerüst am Dienstag aber abgebaut werden soll, wollten wir die Holzverkleidung des Anbaus noch streichen. Wie bereits gesagt, zum Abkleben zu rau, daher haben wir mit einer untergehaltenen Pappe gewirtschaftet. Hat trotzdem zu ein paar Klecksen geführt, die Lasur ist halt dünn wie Wasser. Bis dato haben wir noch mit dem Gedanken gespielt, die Wand weiß zu lassen, jetzt wird sie auf jeden Fall grau gestrichen.


Morgen sollen die Dachdecker anrücken und das Dach reinigen und ich hoffe, dass die Elektriker von Reinecke auch langsam mal auftauchen. Bislang ist noch nichts gemacht und wir wollen streichen, die Zeit drängt.

Stay tuned ....

Gruß Olli

Sonntag, 4. Juli 2010

Abkleben, Tiefengrund und erste Farbanstriche

Heute haben wir viel geschafft. Bis zum Mittag wurde im EG fleissig abgeklebt, Anne und ich kümmerten uns nach Tests im Abstellraum um die Aufbringung des Tiefengrundes. Dieser ist notwendig, da es anderenfalls mit dem stark saugenden Untergrund (Gipsspachtel und Rigipsplatten) beim Farbauftrag Probleme geben kann. Eine ordentliche Sauerei. Der Tiefengrund ist dünn wie Wasser und klebt wie Hulle. Wenn man den (wie wir) mit der Unkrautspritze aufträgt, nebelt es ganz gut rum, aber so geht es schnell. Einer sprüht, der andere geht mit dem Quast hinterher. Danach war erstmal Mittag angesagt, natürlich draußen bei dem Wetter.


Nach dem Mittag (Abstellraum, HWR, Gäste- und Arbeitszimmer hatten wir geschafft) haben wir ein paar erste Streichproben gemacht. Unser Wandsprühsystem Wagner WallPerfect W665 zeigte dabei aber nicht den gewünschten Erfolg, sodass wir am Ende wieder zur Rolle griffen. Da machte sich doch Enttäuschung bei mir breit, hatte mich sehr auf ein positives Ergebnis gefreut. Nach Packungsanleitung verdünnt mit 10% Wasser war die Farbe immernoch zu dick, dass es richtig klecksig auf die Wand rotzte. Ich verdünnte stückweise, fand aber kein vernünftiges Mischverhältnis, denn am Ende war es zu dünn und rannte die Wand hinunter. Hmmmpf! Gerade eben nochmal das Web durchgeforstet und da gibt's ein paar Berichte, nach denen das Ding gut funktioniert. Entweder sind wir zu dämlich, oder unsere Farbe ist ungeeignet. Werde mich die Tage aber nochmal ranwagen, das muss doch klappen!


Morgen werde ich außen die Verblendung des Anbaus nochmals überstreichen, denn am DI kommt das Gerüst weg. Und meine Rasenmähaktion soll auch noch stattfinden. Die Dachdecker rücken am DI an, um uns das Dach zu reinigen und der Trockenbau in der Küche ist auch noch nicht fertig (sieht aber schon gut aus). Die Jungs vom Bärchen kommen also bestimmt auch nochmal vorbei.


Stay tuned.....

Gruß Olli

Samstag, 3. Juli 2010

Klamotten abgeladen

Beim Farben-Center in Fallersleben, wo wir unser Material für den Innenausbau gekauft haben, warteten heute Unmengen von Tiefengrund, Putzgrund und weißer Wandfarbe auf uns. Und der Baumarkteinkauf war auch noch nicht erledigt. Das kann auf keinen Fall alles auf einmal rübertransportiert werden.


Also haben wir heute die erste Rutsche Material gleich rübergefahren. Schrotty hat bei den brütenden Temperaturen aber alles zuverlässig rübergeschleppt (auf den Bildern war die Hälfe schon ausgeladen). Auf dem Rückweg haben wir den Hornbach im Heinenkamp noch um einige hundert Euros erleichtert (und Sachen wie Farbsprühpistole, dreiteilige Aluleiter, Kabeltrommel, Unmengen an Abdeckfolie und Malerkrepp, Pinsel, etc. geshoppt) und sind jetzt gut für morgen gerüstet. Gegen 9 Uhr geht's dann los.

Und seit gestern habe ich nun auch meine Motorsense, 0,8 PS Zweitakter von Einhell. Die kann am Montag ran und den ganzen Busch absemmeln, der sich rund um unser Haus auf unserem Grundstück breitgemacht hat.

Stay tuned.....

Gruß Olli

Freitag, 2. Juli 2010

Putz, die Dritte oder "Endlich fertig!"

Kurzer Zwischenstand - heute mal wieder vor Ort gewesen (nachdem ich mehrere Tage auf Dienstreise war und es daher nichts zu lesen gab): alles ist außen verputzt, Abdeckleiste Vorbau ist montiert (allerdings auch hier nur einmal vom Bärchen gestrichen), der Anbau ist noch nicht gestrichen. Und es sieht jetzt schon fantastisch aus. Einfach toll.


Innen ist der Estrich trocken, man muss keinen Riesenschritt mehr tun, um das Haus durch den Abstellraum zu betreten, man kann schon fast ebenerdig reingehen (mit den Fliesen dürfte es noch etwas besser werden).

Alle Klamottten wurden heute aus Schrotty ausgeladen, damit er ab Sonntag für den Farbentransport herhalten kann. Denn dann geht's los, das Abenteuer Wandgestaltung.

Stay tuned.......

Gruß Olli